Warum jedes Team einen DRI braucht und die meisten keinen haben

Etwas läuft schief in einem Projekt. Deadlines werden nicht eingehalten. Dinge fallen durch den Rost. Und wenn man fragt was passiert ist, zeigt jeder auf jemand anderen.

Kommt das bekannt vor?

Das Problem ist selten ein Mangel an Talent oder Einsatz. Es ist ein Mangel an Klarheit. Niemand war wirklich verantwortlich.

Genau dieses Problem sollte das Konzept des Directly Responsible Individual, kurz DRI, lösen.

Was ist ein DRI?

Der DRI ist die eine Person, die letztendlich für den Erfolg oder Misserfolg eines Projekts verantwortlich ist. Kein Komitee. Kein Team. Eine Person. Sie trifft die Entscheidungen, räumt Hindernisse aus dem Weg und hält die Dinge in Bewegung. Wenn etwas feststeckt, ist es ihre Aufgabe es zu lösen.

Das Konzept wurde durch Apple bekannt, wo Steve Jobs es konsequent einsetzte. Die Idee war einfach: Jedes Meeting, jedes Action Item, jede Initiative hatte einen Namen daneben. Eine Person die dafür verantwortlich war. Keine Unklarheit, kein gegenseitiges Fingerzeigen.

Es klingt fast zu simpel. Aber genau diese Einfachheit macht es so wirkungsvoll.

Warum die meisten Teams ohne DRI kämpfen

Wenn niemand klar verantwortlich ist, passieren einige vorhersehbare Dinge.

Menschen nehmen an, dass jemand anderes sich darum kümmert. Der Einsatz verteilt sich auf eine Gruppe. Entscheidungen werden verzögert weil niemand sich befugt fühlt sie zu treffen. Und wenn etwas schiefläuft, löst sich die Verantwortung in Luft auf.

Psychologen nennen diese Muster Social Loafing und Diffusion of Responsibility. Sie sind keine Zeichen schlechten Charakters. Sie sind vorhersehbare menschliche Reaktionen auf unklare Strukturen. Das DRI-Modell durchbricht beides.

Was sich ändert wenn man einen DRI benennt

Erstens: Klarheit. Jeder weiß wer was verantwortet. Kein „Ich dachte du kümmerst dich darum“ mehr.

Zweitens: Momentum. Der DRI hat sowohl das Mandat als auch die Motivation die Dinge voranzutreiben. Er muss sich nicht dafür entschuldigen, dass er Menschen nachhakt oder Meetings einberuft. Das ist buchstäblich seine Aufgabe.

Drittens: Einfachheit für alle anderen. Teammitglieder können sich auf ihren Beitrag konzentrieren und darauf vertrauen, dass jemand das Gesamtbild im Blick hat. Nicht jeder muss jederzeit vollständige Situationsübersicht haben.

Und viertens: Entwicklung. DRI für ein Projekt zu sein, auch ein kleines, ist eine der praktischsten Möglichkeiten um Führungskompetenzen zu entwickeln. Es setzt jemanden ins Steuer und lässt ihn durch Erfahrung lernen.

Der DRI muss nicht die ranghöchste Person sein

Das ist es wert klar zu sagen. Die DRI-Rolle dreht sich nicht um Hierarchie. Es geht um Vertrauen, Sorgfalt und Engagement für das Ergebnis. Ein junges Teammitglied das motiviert und gut unterstützt wird kann ein ausgezeichneter DRI sein. Aufstrebenden Talenten DRI-Verantwortung zu geben ist tatsächlich eine der effektivsten Methoden ihre Entwicklung zu beschleunigen.

Eine einfache Frage die alles verändert

Wenn ein Projekt feststeckt oder die Verantwortung unklar ist, stell eine Frage: Wer ist der DRI dafür?

Wenn niemand antworten kann, hast du das Problem gefunden. Und es zu lösen ist vielleicht einfacher als du denkst.

Bei Coach in the Box glauben wir, dass Klarheit, Verantwortlichkeit und Ownership keine abstrakten Managementkonzepte sind. Sie sind das Fundament von Teams die wirklich performen. Unsere Masterclasses bringen diese Ideen in die Praxis von Teams, auf eine Art die einfach, strukturiert und sofort anwendbar ist.

Denn ein Konzept zu kennen ist eine Sache. Es als Team zu leben eine andere.

Build. Better. Teams.